Juneau
Nötige und unnötige Veränderungen.

Ich sage ja selbst immer: Tut es (vorerst) für den Ex-Partner – es erleichtert die erste Entwicklung ungemein, da man es ohnehin kaum schafft in der ersten Zeit aufrichtig etwas für sich selbst zu tun. Also darf man sich dann tatsächlich mal kurz am Gedankenkarussell festhalten und Schwung damit holen. Die Entwicklung dahingehend, dass man mehr und mehr wirklich für sich tut, folgt darauf wie automatisch – wenn man die ersten Erfolge gefeiert hat.

Nun gibt es im Bezug auf Veränderungen grob 2 Seiten:

Die innere, die Einstellung, Charakter und Handlungsweisen betrifft.
und
Die äußere, die sich mit Aussehen, Umgebung und Stillstand beschäftigt.


Beide haben einen gleichen Wert und unterstützen einander. Als sehr simples Beispiel könnte man sagen, dass jmd. „zu faul“ zum Putzen ist und die Räumlichkeiten ständig verstauben – dieser (innere) Punkt soll verändert werden. Die betroffenen Räumlichkeiten quillen aber regelrecht über vor lauter Deko, vollgestopften Schränken und sonstigen Dingen, die das Staubwischen so umständlich machen, dass selbst das fleißigste Bienchen die Lust verlieren würde. Ändert man nun also die Räumlichkeiten (Deko reduzieren, vllt. ein neuere, übersichtlicherer Schrank, o.ä.) ist die Überwindung leichter zu putzen, da es vereinfacht ist. Statt 300 Dekofiguren anzuheben, um darunter zu wischen, sind es nur noch 100.
Ähnliches gilt im Beispiel Selbstvertrauen. Seit Jahren die gleiche Frisur, der gleiche Stil, die alten Klamotten, … und ein ständiges unwohlfühlen damit. Wer nun äußerlich her geht und Dinge (ggf. sogar extrem) verändert, bekommt sicherlich fasziniertes Feedback und fördert das Wohlfühlen und auch nach und nach das Selbstvertrauen.
– Das Äußere kann also in verschiedenen Bereichen das innere stark unterstützen.


Im Menü links unter dem Titel „Optionen“, findet ihr bereits eine Auflistung an Dingen, die umgesetzt werden können, die auch grob bereits unterteilt ist. Jeder der sich für innere/äußere Veränderungen also interessiert, sollte besonders bei den Punkten mal vorbeischauen.

Da diese Liste bereits existiert, wird es hier weniger um eine weitere gehen, als viel mehr um die Unterscheidung dessen, was verändert werden sollte und was bleiben soll/darf, wie es ist – mit zumindest ein paar Beispielen.


Beginnen wir mit dem falschen Ansatz:
Unnötige Veränderungen.

Der Ex fand die rosane Tapete oder das Fußballposter schrecklich. Das Abo vom Bastel- oder Wissenschaftsmagazin unnötig. Und ohnehin argumentierst du ganz furchtbar. – Hand auf’s Herz: Diese Dinge würde man nun gerne zuerst verändern, nicht wahr? Nicht wahr. Der E kann einem tatsächlich sehr gute Hinweise darauf geben, was schief läuft oder worüber man sich Gedanken machen muss, aber das soll nicht bedeuten, dass ihr euch – besonders doch jetzt nicht – einschränkt. Es sollte hier also ganz bewusst darüber nachgedacht werden: „Stört es nur ihn oder stört es auch mich?“
Nehmen wir das einfache Beispiel der Tapete (der Posters).
Seit 8 Jahren ist deine Wand rosa (oder hängt das Poster dort). Dir fällt es kaum mehr auf, da du ständig darauf schaust, sodass du es kaum mehr wahr nimmst. Dein Ex würde es am Liebsten sofort von den Wänden reißen. Und du? Möglicherweise hast du dich selbst daran satt gesehen und eine Veränderung käme DIR zu Gute, aber nun blau zu streichen oder ein Pferdebild aufzuhängen, während du dich damit nicht wohl fühlst, entspricht nicht deiner Person – somit: Finger weg.

Stell dir immer die Frage: Wollte NUR der Ex das oder willst DU es auch? Wenn du es auch willst, veränder, was es zu verändern gibt.
Besonders in Räumlichkeiten in denen man sich sehr oft aufhält, ist es sehr positiv. So sind doch die Wände, die Raumaufteilung, die Möbel, … alles Dinge, die dich mehr oder minder an die Vergangenheit erinnern und ein vorwärtskommen somit beschränken, ausbremsen können. Eine neue Farbe, ggf. neue Möbel oder ein schlichtes Umrücken von allem kann Kräfte freisetzen. Denn es hat sich was verändert. Deutlich.


Der richtige Ansatz:
Nötige Veränderungen.

Der Ex fand deine Kleidung langweilig, dich viel zu unsportlich und dass du immer gleich laut werden musst, passt auch niemanden so recht. Stimmst du zu? Dann ran an die Arbeit! Besonders wir Mädels neigen dazu immer wieder zickig zu agieren und das gibt uns im Nachhinein ein mieserables Gefühl. Wenn es DIR persönlich also lieber wäre in kritischen Momenten die Ruhe zu bewahren, dann arbeite daran. Ex als ersten Antrieb, aber letztendlich hast du dauerhaft etwas davon. Es gibt genügend Konfliktsituationen im Alltag, die man besser lösen könnte, wenn man die Ruhe bewahren würde. Auch wenn du selbst immer schon mehr Sport machen wolltest, was ja bekanntlich gesund ist und aktuell auch eine gute Ablenkung bietet, ist jetzt ein sehr guter Moment für den Anfang. Und die Kleidung – sitzt die wirklich noch gut oder hattest du bisher einfach keine Lust dich von etwas zu trennen…?

Unnötige Veränderungen sind Dinge, von der 1 Person – die nicht du bist – profitieren könnte, wenn sie es wollen würde. (Kommt der Ex zurück würde er die blaue Tapete sicherlich bevorzugen, aber DU sitzt in den Räumen tagtäglich und kannst blau einfach nicht ausstehen.) Nötige hingegen sind jene, von der in erster Linie DU profitierst und zwar ganzheitlich. Sie entsprechen dir, deiner Person und deinem Wohlgefühl. Und genau davon profitiert dann auch tatsächlich dein Umfeld, denn wer gutes ausstrahlt zieht auch gutes an.

Grundlegende – äußere – Veränderungen.


Aus meinen eigenen gemachten Erfahrungen heraus und auch jenen, die ich von anderen zugetragen bekam, gibt es 2 Dinge, die scheinbar jedem gut taten, da sie eine Neutralität, eine Neuheit einbrachten und einige staubige Erinnerungen, die derzeit nur schmerzen würden, verscheuchten.

1.    Renovierung/Möbelrücken.
2.    Kleidungs- und/oder Frisurwechsel.


Beides Dinge, die einfach frischen Wind einbringen und eine neue Basis erschaffen. Und wenn man nun daran denkt, dass der Ex vor einem stehen könnte und diese deutlichen Veränderungen sieht, dürfte sich auch von diesem aus Neugier entwickeln, was geschehen ist. Derartige Veränderungen tun gut. Punkt.


Grundlegende – innere – Veränderungen.

Diese lassen sich kaum auf wenige Punkte zusammenfassen, da ja doch jeder von seiner Art her sehr, sehr verschieden ist. Aber was auffällig wurde, ist die Tatsache, dass jeder im Nachhinein eine oder mehrere dieser Seiten einschlägt:

Ich war zu locker. / Ich war zu streng.

Ich habe mich verbogen. / Ich habe keine Kompromisse zugelassen.

Ich musste immer diskutieren. / Ich bin vor Diskussionen immer geflohen.

Ich war zu oft für ihn/sie da. / Ich war zu selten für ihn/sie da.

Ich habe mein Leben (Freunde, Hobbys, &hellip vernachlässigt. / Ich hatte zu wenig Zeit für ihn/sie.


Es sind tatsächlich meist Extreme, die in der letzten Zeit entstanden und in die man sich hinein entwickelt hat. Manches zog sich durch die ganze Beziehung (gar das ganze Leben) und manches huschte einfach in die Handlungen hinein. Es ist nicht gesagt, dass gleiches beim nächsten menschlichen Kontakt in gleicher Form auftritt, aber Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Man gibt sich also in diesen Punkten, die ja durchaus auch im Familien- und Freundeskreis einwirken können/werden, die Mühe, den Grund zu erfahren. Bei allem an Handlungen, was einem selbst negativ aufstößt (ich beispielsweise wurde ziemlich schnell laut ), geht man einen Fragebogen durch:

WARUM handelte ich so?
WAS verschlimmerte oder linderte es?
WELCHEN Weg hätte ich mir gewünscht/hätte mir geholfen?
WIE kann ich gleiches störendes Verhalten ändern?
WOFÜR wäre diese Veränderung gut?
WESWEGEN will ich es angehen?
WER profitiert davon?

In meinem Fall - als Beispiel - waren die Antworten grob folgendermaßen:

Warum: Ich fühlte mich wie in die Ecke getrieben und schlug somit verbal um mich.
Was: Die Situation wurde immer schlimmer, wenn ich keine Zeit bekam, um mir meine Gedanken dazu zu machen, ich fühlte mich überfallen. Bekam ich hingegen etwas Zeit, um mir die benötigten Gedanken zu machen, was mein Verhalten viel besser.
Welchen: Grundsätzlich in Ruhe auf etwas angesprochen zu werden, damit ich erstmal allein realisieren kann, dass es ein Problem gibt.
Wie: Ich ziehe mich zurück und komme von selbst wieder darauf zu sprechen.
Wofür: Die Kommunikation wird ganzheitlich verbessert und somit auch mein Gefühl dabei.
Weswegen: Weil ICH danach immer ein furchtbar schlechtes Gewissen hatte, nie auf eine Lösung kam und oft genug jmd. mit meinem Verhalten mit verletzte.
Wer: Ich und mein gesamtes Umfeld.

Was tat ich also? … Frech beendete ich eine Diskussion umgehend. Anfangs sogar mal mitten im Wort. Ich achtete aktiv darauf, was sich in mir tat und was ich von mir gab. War es das Verhalten, was ich anstrebte? Nein? Stop. Verhielt ich mich noch gut und angebracht? Ja? Weiter. Nach derartigen Rückzügen atmete ich tief durch, holte mir wieder vor Augen, dass ich lösungsorientiert, vernünftig und ruhig sein möchte und ging mit diesem Gedanken wieder in die Diskussion.
Statt los zu reden, ließ ich mein Gegenüber sich ausmeckern und war bemüht erst einmal diese Seite zu verstehen, was auch mein Gegenüber beruhigte und auf dieser grundsätzlich ruhigeren und weit weniger angriffslustigen Basis konnte nun auch ich meine Sicht schildern. Natürlich klappte es in den ersten Diskussionen nicht immer und manch ein Erfolg wurde etwas später doch noch von einem Ausraster überschattet. Aber ich lernte zunehmend alles besser anzugehen und in den Fällen, in denen ich mich nicht beherrschen konnte (oder sogar mal wollte) lernte ich vernünftige Entschuldigungen einzubringen oder von mir aus doch das Gespräch nochmals auf die offene Thematik zu lenken.

Alles durchaus ein langer und anstrengender Prozess, doch heute bleibe ich sogar ruhig, wenn meine werte Frau Mutter zum 100. Mal mit der gleichen unnützen Frage aufkommt oder erneut über etwas meint schimpfen zu müssen, dass nicht weiter vom Thema entfernt sein könnte. Meinen Ärger kann ich nun ruhig formulieren ohne damit jmd. vor den Kopf zu stoßen oder für schuldig zu erklären.

Und wisst ihr was? Es macht tatsächlich Spaß sich so zu verhalten und gibt einem – OBWOHL es ein Problem gibt/gab – ein sehr gutes Gefühl.


Ich kann jedem nur empfehlen derartiges anzugehen und aktiv damit umgehen zu lernen. Denn: Ihr werdet immer wieder auf Menschen treffen, die euch ärgern, für die ihr springen sollt oder die euch wenig Respekt entgegen bringen. Wer nicht damit umgehen kann, wird sich danach immer klein und schlecht fühlen. Wer aber seinen Umgang damit schult und verbessert, wird aus 99% der schwierigen Situationen mit einem Lächeln gehen können.


"Der Geist, der ein Problem verstehen will, darf sich nicht mit dem Problem selbst befassen, sondern damit, wie sein eigener Mechanismus der Urteilsbildung funktioniert."


Eure Feli

12.1.14 18:35


Die erste Begegnung - OHNE Vorwand.

Wer ein erstes Wiedersehen arrangieren will, dafür aber keinen triftigen Vorwand hat, ergreift offiziell Initiative. Grundlegend gelten auch bei dieser ersten Begegnung erst einmal die gleichen Vorrausetzungen:

Checkliste

1.    Bin ich bereit meinem Ex unter die Augen zu treten, stabil genug, um weder zu weinen noch wütend oder gar bettelnd zu werden?

2.    Sind meine Veränderungen auch optisch deutlich genug, um meine innere Entwicklung noch zu unterstreichen?

3.    Fühle ich mich wohl in meiner Haut und bin tatsächlich fröhlich und frei?

4.    Habe ich tolle Dinge zu berichten, wenn es zu einem Gespräch kommt?

5.    Kann ich mit einem „Nein“/einer Absage umgehen?

6.    Wurde die Kontaktsperre in ausreichender länge durchgehalten, um für alle Parteien genug Zeit und Ruhe geschaffen zu haben?

7.    Bin ich emotional noch immer abhängig von ihm oder konnte ich mich weit genug lösen?


Wir gehen nun natürlich auch hier davon aus, dass alles mit „Ja“, „definitiv genug“ und „sicher“ beantwortet werden konnte. Sollte es an 1, 2, 3 Stellen doch noch starke Zweifel geben, die nicht aus einer aktuellen Nervosität vor einem aktiven Schritt resultieren, sollte man noch etwas abwarten und weiter an den Punkten arbeiten. Wenn hingegen die Grundeinstellung lautet: „Es wäre schön einen Neubeginn zu wagen, aber ebenso schön ist es, getrennt zu bleiben.“ können wir loslegen.

Aktiv werden – ohne Vorwand.

Du fühlst dich bereit deinem Ex-Partner unter die Augen zu treten. Nach 3 Tagen der Trennung? Selbst wenn du dir wirklich sicher wärst, kann ich dir gleich sagen, dass dein Ex definitiv nicht bereit ist, deine Initiative anzunehmen. Die Zeit war zu kurz um ehrliche Veränderungen zu etablieren, sich selbst zu stärken und den Ex die Zeit zum möglichen Vermissen zu geben. – Man könnte grundsätzlich sagen, dass min. 4-6 Wochen der Kontaktsperre eingehalten werden sollten. Je länger man mit der Eigeninitiative wartet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Ex es nicht für ein Zurückwollen hält, sondern für ein einfaches Wiedersehen.
Nun kann es natürlich sein, dass er dennoch verneint und darin keinen Sinn sieht. Darauf muss man im Vorfeld gefasst sein und locker damit umgehen können – mindestens nach außen hin; besser aber auch innerlich. Kommt ein Nein, sollte man für weitere Wochen (erneut normale Länge von 4-6 Wochen; ggf. mehr) zurück in die Stille treten, es ggf. erneut probieren oder aber einander zufällig über den Weg laufen – dieser „Zufall“ sollte aber pur natürlich sein. Ihr befindet euch nicht rein zufällig zur gleichen Zeit im gleichen 5Sterne-Hotel auf Dubai… aber ihr besucht heute zufällig mit einer Freundin/einem Kumpel den gleichen Club.
Auch die Herangehensweise (, ob schriftlich oder telefonisch) ist nahezu identisch wie bei der Kontaktaufnahme mit vorhandenem Vorwand:


„Mein Favorit ist das schriftliche, da man in Ruhe darüber nachdenken kann, wie man handelt und sich auch gern wieder etwas zeitverzögert melden kann. Nun kann man einen handschriftlichen Brief aufsetzen (was ebenfalls als eine Herangehensweise für Abschluss oder Neubeginn genutzt werden kann), aber ich meine eher eine SMS oder Mail.

Der telefonische Weg ist natürlich schneller, kompakter und sollte sich schnell abhandeln lassen. Hierbei sollte man sich aber im Vorfeld gut darauf vorbereiten, was man sagen möchte, wie die Reaktionen ausfallen könnten und worauf man zusteuert.“


Möglichkeiten.

Man könnte nun natürlich hergehen und fragen, ob der Ex vorbeikommen möchte oder ob man diesen besuchen kann. Besser lassen. Wenn er sich zuvor in der Kontaktsperre ohnehin kaum meldete, wieso sollte er sich nun die Mühe machen zu dir zukommen? Noch aufdringlicher ist es gleich zu fragen, ob man ihm einen Besuch abstatten kann. – Es ist nicht gesagt, dass es nicht funktionieren würde, aber auf Nummer sicher geht man eher, wenn man einen Treffpunkt wählt, der für beide mit ca. gleichem Aufwand verbunden ist (für dich evtl. sogar ein wenig mehr) und eine gewisse Neutralität ausstrahlt. Nicht also das Lieblingscafé in dem es den ersten Kuss gab, eher dieses neueröffnete, von dem man so viel Gutes hörte. Ein Spaziergang o.ö. geht ebenfalls, wenn es etwas ist, dass beiden durchaus Vergnügen bereitet – ihr habt zum Beispiel beide Hunde; da bietet sich auch so etwas gut an. Allerdings sollte stets bedacht werden, dass es sich hierbei nicht um das erste Date handelt, sondern schlicht um ein Wiedersehen einer Person, die man länger nicht zu Gesicht bekam. Nicht mehr und nicht weniger.
Diese Initiative zu ergreifen, funktioniert ebenfalls, wenn man während der Kontaktsperre doch hin und wieder positiven Kontakt hatte (ob zwischendurch oder aber innerhalb einer Lockerung dieser) und der Ex-Partner von sich aus nicht auf die Idee kam ein Treffen vorzuschlagen, obwohl man durchaus bereits eine freundliche Basis errichten konnte.



Die Absprache.

Via Text ist es simpler, da man sich im Vorfeld alle Hand Gedanken machen und zig Formulierungen für sich prüfen kann, ob man damit zufrieden ist. Es hat etwas von einem Puzzle:

Die Anrede wird wieder simpel gehalten: „Hallo/Hey/Hi *Name*“

Auch die Verabschiedung bleibt einfach und freundlich: „Schönen Tag/Gruß *Name*“

Und der wichtigste Part, der Hauptteil, der die eigentliche Frage beinhaltet, schäumt ebenfalls nicht über vor Glück – nur vor Souveränität. Es bringt euch einfach nichts aus der Ruhe – und besonders nicht der Ex-Partner.

Kleiner Vorwände, Bezüge aus vor kurzem stattgefundenen Gesprächen oder ähnliche Dinge dürfen gerne eingeflochten werden. Ansonsten gilt es die Frage doch recht direkt zu übermitteln ohne rumzudrucksen – und ja, man kann auch via SMS stottern..

„Ich bin am Samstag in deiner Gegend. Was hältst du davon/wie wäre es, wenn wir einen Kaffee trinken gehen?


– wer bereits in vergnügtem Kontakt zum Ex stand, kann natürlich auch einen Bezug zum von zuvor gesagten aufnehmen:

„Das Café, dass du erwähnt hast…“; „Jetzt hast du so von Eis geschwärmt, dass ich sogar schon davon träume!“ o.ä.

Auch kann man einen Anreiz bieten, in dem man erwähnt, dass in der Zeit so viel passiert ist:

„In den letzten Wochen war einfach so viel los!“; „Du glaubst gar nicht, was passiert ist!“; „Nach der ganzen Zeit, gibt es sicherlich viel zu berichten!“ o.ä.
(Natürlich sollte dann wirklich etwas tolles zu berichten existieren)

Oder auch die ganz coole Schiene, bei der man zufällig doch mal an den Ex erinnert wurde:

„ich habe kürzlich … gesehen (Örtlichkeit oder Person) und habe mich gleich gefragt, wie es dir eigentlich so geht. Was hältst du davon/wie wäre es, wenn…“

Die SMS/Mail ist ein großes Puzzle, das man sich zusammensetzt. Am Ende sollte ein schönes und einheitliches Bild rauskommen, mit dem man sich wohl fühlt. Wer also niemals Smileys in Nachrichten nutzt, muss nun nicht damit anfangen – wer sie benutzt, muss nun keinen nach jedem Wort einsetzen. Dass, was ihr schreibt, sollte eurer Person auch entsprechen. Wenn du immer sehr distanziert oder gar überhöflich zu allen bist („Guten Tag“ entspricht dir eher als „Hi“ beispielsweise), solltest du dir diese Natürlichkeit auch bewahren. Der Inhalt des Text sollte anschließend echt klingen, nicht aufgesetzt, gar erzwungen.

„ähnlich, wie beim Telefonat:

Denn auch im direkten Gespräch greifst du im Grunde die oben genannten Textbeispiele auf, je nachdem, welche Möglichkeit dir die liebste ist. Du übst regelrecht eine kleine Portion Smalltalk, kommst aber gleich auf den Punkt, den du besprechen wolltest. Lebensgeschichten sollten an dieser Stelle nicht ausgetauscht werden (worüber sonst noch bei der Begegnung reden?). Beim direkten Kontakt, legst du dir aber gleich Notizen zurecht: Welche Termine passen dir, welches Café würdest du ggf. vorschlagen oder welchen Bekannten triffst du in der Gegend des Ex. – Auf potenzielle Fragen sollte man schon eine Antwort geübt haben. Die Stimmung ist natürlich locker und vergnügt. Dir geht es auch ohne den Ex sehr gut und nichts anderes strahlst du aus – bei dir hat sich nun mal sehr, sehr viel getan.“


Wenn es nicht zu einem Treffen kommt.

Bloß nicht verzweifeln, zurück in die Kontaktsperre und später die Initiativ-SMS erneut angehen oder einen geplanten Zufall erzeugen. Ihr hattet immerhin einen kurzen, positiven Kontakt und der kann ausreichen, um nach 4-6 Wochen einen weiteren, unverbindlichen Versuch zu starten.

„Das Verhalten beim Treffen.

Gefasst, locker, charmant, fröhlich und vollkommen positiv, sind wohl die grundsätzlichen Eckpfeiler des ganzen. Mehr Infos dazu folgen noch, da es doch ein großes Thema ist, das nicht in 3 Beisätzen geklärt werden sollte.“

„Der Mut wächst mit der Gefahr; die Kraft erhebt sich im Drang.“


Eure Feli

12.1.14 07:09


Die erste Begegnung - MIT Vorwand.

„Vorschläge für’s aktiv werden?“ schnappte ich vorhin noch auf und bekam gleich einen Ansatz mitgeliefert: „Ich habe hier noch Sachen von ihm.“ – Das Ass im Ärmel jedes ehemaligen Partners. Aber natürlich geht es auch ohne, ist nur ggf. „risikoreicher“ und handelt sich um die Thematik: „Initiative ergreifen“ die später noch ausführlich folgt (vermutlich mit dem veränderten Titel: „Die erste Begegnung – ohne Vorwand“ - Kategorie: Annähern; siehe: Menü).

Nun, bevor man ein Treffen jeglicher Art arrangiert, gilt es eine Checkliste abzuhaken:

1.    Bin ich bereit meinem Ex unter die Augen zu treten, stabil genug, um weder zu weinen noch wütend oder gar bettelnd zu werden?

2.    Sind meine Veränderungen auch optisch deutlich genug, um meine innere Entwicklung noch zu unterstreichen?

3.    Fühle ich mich wohl in meiner Haut und bin tatsächlich fröhlich und frei?

4.    Habe ich tolle Dinge zu berichten, wenn es zu einem Gespräch kommt?

5.    Kann ich mit einem „Nein“/einer Absage umgehen?

6.    Wurde die Kontaktsperre in ausreichender länge durchgehalten, um für alle Parteien genug Zeit und Ruhe geschaffen zu haben?

7.    Bin ich emotional noch immer abhängig von ihm oder konnte ich mich weit genug lösen?


Wir gehen nun frech davon aus, dass alles mit „Ja“, „definitiv genug“ und „sicher“ beantwortet werden konnte. Sollte es an 1, 2, 3 Stellen doch noch starke Zweifel geben, die nicht aus einer aktuellen Nervosität vor einem aktiven Schritt resultieren, sollte man noch etwas abwarten und weiter an den Punkten arbeiten. Wenn hingegen die Grundeinstellung lautet: „Es wäre schön einen Neubeginn zu wagen, aber ebenso schön ist es, getrennt zu bleiben.“ können wir loslegen.

Aktiv werden – mit Vorwand.

Beim Auf- und Umräumen fanden sich noch ein paar Schuhe, vielleicht ein T-Shirt, eine CD oder ähnliches und da die Wut längst abgebaut ist, wurden die Dinge nicht zerschmettert sondern artig in einem Karton gesammelt. Da es aber nicht dir gehört und dir nur im Weg ist, da es immerhin deinen Platz beansprucht, soll es verschwinden. Nur logisch, dass man da an den eigentlichen Besitzer denkt. Selbstverständlich das erste Mal sei langem… Dass du also tagtäglich über den unnützen Kram des Ex stolperst, kann er aber erst wissen, wenn du Kontakt aufnimmst:
Telefonisch oder schriftlich.

Mein Favorit ist das schriftliche, da man in Ruhe darüber nachdenken kann, wie man handelt und sich auch gern wieder etwas zeitverzögert melden kann. Nun kann man einen handschriftlichen Brief aufsetzen (was ebenfalls als eine Herangehensweise für Abschluss oder Neubeginn genutzt werden kann), aber ich meine eher eine SMS oder Mail.

Der telefonische Weg ist natürlich schneller, kompakter und sollte sich schnell abhandeln lassen. Hierbei sollte man sich aber im Vorfeld gut darauf vorbereiten, was man sagen möchte, wie die Reaktionen ausfallen könnten und worauf man zusteuert.


3 Möglichkeiten.

1.    Abholen lassen.
2.    Vorbei bringen.
3.    Treffen in der Öffentlichkeit.


Möglichkeit Nr. 3 ist die gewagteste, da man hiermit durchaus sagt, dass man mehr Zeit für den Ex einplant und dieser ebenfalls für diese Investierung bereit sein und zustimmen muss. Man kann also ein nettes Café vorschlagen und dort die DVD nach/während dem Kaffee und einer netten Plauderrei überreichen, bevor man sich doch recht zügig wieder entfernt.

Auch bei Möglichkeit Nr. 2 investierst du mehr als er es tut – immerhin trägst du ihm seine Sachen nach. Eine Variation wie „ich bin dann&dann in der Gegend“ mildert aber diese zusätzliche Arbeit ab, da es einfach praktisch ist, wenn man ohnehin schon (angeblich – finde einen Anlass!) in der Nähe ist. Doch Achtung: Es ist NICHT gesagt, dass der Ex fröhlich die Tür öffnet und dich herein bittet, glatt Kaffee und Kuchen bereit hält. Es ist gut möglich, dass es „Hallo, danke, tschüß“ wird. Natürlich kann dieser Minimalkontakt das Denken anregen, kann aber auch zu gering sein – egal wie stark man sich entwickelt hat.

Mein persönlicher Favorit also zum Schluss: Abholen lassen. Man vereinbart einen Termin, zu dem der Ex erscheinen soll – immerhin sind es seine Sachen, wenn er die haben möchte, kann er doch auch ein wenig was dafür tun. Statt alles bereits an der Türe gestapelt zu haben, stehen die Dinge im Wohnzimmer o.ä. und müssen erst geholt werden. Hier bietet sich gleich an den Ex herein zu bitten. Aus reiner Höflichkeit fragt man natürlich (während er/sie artig zum Tragen nachgewatschelt kommt), ob etwas getrunken werden will, bietet einen Platz an und wie der Lauf der Dinge ist, hat man etwas Zeit, um locker zu reden. Hierbei sollte aber (wie in allen anderen Fällen) darauf geachtet werden, dass die mögliche Zeit begrenzt ist. Im Anschluss wartet der Sportkurs, die Freundin/der Kumpel, eine Veranstaltung, oder ähnliches, weswegen der Ex-Partner höflich gegangen werden muss.

Die Entstehung eines positiven und netten Gesprächs bringt dich ihm wieder in die Gedanken. Im Anschluss kehrt vorerst erneut Ruhe ein und man sieht, ob eine Meldung einkehrt. Sollte dies nicht geschehen, folgt etwas Ruhe (-> Kontaktsperre) und zu einem späteren Zeitpunkt kann eine Initiativ-SMS formuliert werden alá „Hey, lange nicht gesehen! Ich bin die Tage in deiner Gegend unterwegs – was hältst du von einem kleinen Kaffee am Samstag? Lg, x“ – wie immer frei, locker, fröhlich und völlig unerschütterlich. Wir es bejaht: „Schön, wir sehen uns dann. , wird verneint: „Alles klar! Vielleicht ja ein andermal “ o.ä. – Ärger hat hier nichts zu suchen und kann sich zur Enttäuschung ins stille Kämmerlein zurückziehen.

Die Absprache.

Via Text ist es simpel und man nutzt eine Variation von grob: „Hey *Name*, ich habe (beim Umräumen/Renovieren/&hellip noch Sachen von dir gefunden – u.a. deine DVD/dein Shirt/…“ und dann natürlich angepasst, worauf man hinauswill:

1: „Magst du die Sachen nächste Woche abholen? (Samstagmittag würde mir gut passen) Gruß, x“

2: „Ich wäre kommende Woche in deiner Gegend – soll ich es dir vorbeibringen/würde dir die Sachen dann gerne geben. Gruß, x“

3: „Was hältst du davon, wenn wir uns nächste Woche auf einen Kaffee treffen und ich die Sachen mitbringen? Gruß, x“

Wichtig ist: Es sollte natürlich und unverbindlich klingen. Du bist NICHT enttäuscht, wenn der Ex nicht kann oder verneint und bereitest dich im Vorfeld auf diese Situationen vor –

ähnlich, wie beim Telefonat:

Denn auch im direkten Gespräch greifst du im Grunde die oben genannten Textbeispiele auf, je nachdem, welche Möglichkeit dir die liebste ist. Du übst regelrecht eine kleine Portion Smalltalk, kommst aber gleich auf den Punkt, den du besprechen wolltest: Die übrigen Sachen. Lebensgeschichten sollten an dieser Stelle nicht ausgetauscht werden (worüber sonst noch bei der Begegnung reden?). Beim direkten Kontakt, legst du dir aber gleich Notizen zurecht: Welche Termine passen dir, welches Café würdest du ggf. vorschlagen oder welchen Bekannten triffst du in der Gegend des Ex. – Auf potenzielle Fragen sollte man schon eine Antwort geübt haben. Die Stimmung ist natürlich locker und vergnügt. Dir geht es auch ohne den Ex sehr gut und nichts anderes strahlst du aus – bei dir hat sich nun mal sehr, sehr viel getan.

Geht nicht.

… gibt’s nicht. Er sagt nein zum Café : „Wie wäre es dir denn lieber? Magst du die Sachen einfach dann&dann bei mir abholen?“ Er sagt, dass er am vorgeschlagenen Termin nicht kann, schlägt einen anderen vor oder du fragst, wann es ihm passen könnte: „Ohje, da bin ich schon verplant… ginge auch 1 Tag/1 Stunde später?“, usw. Wenn er seine Sachen gar nicht will, obwohl ihr so freundlich auf ihn zugegangen seid, hilft auch etwas Witz, denn euch kann es ja egal sein. Er sagt euch also, dass ihr die Dinge ruhig auf den Müll werfen könnt: „Oh, da hoff ich mal, dass mein Mülleimer Hunger hat, haha.“ o.ä. – Im Vordergrund steht die Übergabe der Sachen und NICHT das Treffen mit dem Ex. Das ist ganz geheim, dass es darum geht.

Wenn es nicht zu einem Treffen kommt.

Bloß nicht verzweifeln, zurück in die Kontaktsperre und später die Initiativ-SMS bzw. die Begegnung OHNE Vorwand angehen. Ihr hattet immerhin einen kurzen, positiven Kontakt und der kann ausreichen, um nach 4-6 Wochen einen weiteren, unverbindlichen Versuch zu starten.

Das verhalten beim Treffen.

Gefasst, locker, charmant, fröhlich und vollkommen positiv, sind wohl die grundsätzlichen Eckpfeiler des ganzen. Mehr Infos dazu folgen noch, da es doch ein großes Thema ist, das nicht in 3 Beisätzen geklärt werden sollte.


„Lass nicht die Früchte zum Beweggrund deines Wirkens werden! Und sei nicht der Untätigkeit verhaftet!“


Eure Feli

11.1.14 18:46


Positives Denken.

Ein Bestandteil des Lebens, auf den jeder zurückgreift, wenn es hart auf hart kommt:


„Ich schaffe das Vorstellungsgespräch!“; „Die Party wird bestimmt gut!“; „Die Klausur läuft sicher super!“; „Ich werde ihm/ihr bestimmt gefallen!“; … usw.

In solchen Momenten, wenn es quasi drauf ankommt (und wir meist ohnehin ein Mindestmaß an guter Stimmung in uns haben), bestärken wir uns aktiv, deutlich und wiederholend. „Ich kann das, ich kann das, ich kann das, …“ – Und das ist eine gute Sache.
Aber… an den Tagen, an denen wir es viel nötiger hätten, weil wir gerade nicht an uns glauben (können), tun wir das Gegenteil. Wir fühlen uns nicht nur negativ mit uns, wir verstärken das Ganze noch zusätzlich: „Ich bin zu dick.“; „Das klappt bestimmt nicht/geht schief.“; „Meine Haare sehen schrecklich aus, die Augen so müde.“; und, und, und.
Wir kommen kaum auf die Idee uns selbst zu überzeugen, dass alles weit weniger schlimm ist und warten auf positives Feedback, während wir nur negatives ausstrahlen.


Ein Teufelskreis, dem es aktiv zu entfliehen gilt.

An einem Tag, an dem man vollkommen unzufrieden mit sich selbst ist, erscheint einem nichts entfernter, als etwas positives zu suchen. Wir kaufen es uns einfach nicht ab! Doch auch das ist, wie so schrecklich vieles im Leben, reinste Übungssache und einfacher, als man meint. Es gibt nur 2 Regeln:

1. Wiederhole immer wieder gutes – ab sofort an allen Tagen
und
2. Vermeide Worte wie „nicht“, „kein“ oder ähnliche.

Neben einem verbesserten Gefühl, erarbeitet man sich dadurch ein ständiges Auffangnetz, welches im Drahtseilakt des Lebens immer eine schöne Unterstützung ist, kann aber auch Ängste überwinden.


Die 2. Regel bezieht sich auf die Lernfähigkeit des Unterbewusstseins.
Wie bekannt sein dürfte, läuft sehr viel unterbewusst ab und lässt sich sogar darüber steuern. Natürlich kann man nicht das ganze Bewusstsein aus dem Nebel zerren, aber manches neutralisieren. So ist es doch kein Wunder, dass die Diät schief geht, wenn man sich ständig sagt: „Ich schaff das nicht… Ich werde nie mein Ziel erreichen!“ – wir frustrieren uns damit, belasten uns und bestätigen uns dann auch noch, WEIL wir durch genau diese Gedanken schwach werden und die Schokolade doch allein und heimlich verputzen… Nun ist es aber auch nicht hilfreich zu sagen „Ich habe KEINEN Hunger.“, denn das Unterbewusste erkennt diese negativierenden Worte nicht. Es ist in dieser Hinsicht doch ein dümmlicher, schlecht zuhörender Bestandteil des Menschen. Bei „Ich habe KEINEN Hunger.“, nimmt das Unterbewusstsein „Ich habe --- Hunger.“ wahr und beeinflusst die Person dahingehend. Es ist also wichtig immer KLARE und POSITIVE Wünsche/Überzeugungen/Gedanken zu formulieren. Hier würde man also besser formulieren, dass man satt sei. (weitere Beispiele folgen zum Schluss)



Die andere Regel bezieht sich auf die Tatsache, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist.

Wenn dein Wecker jeden einzelnen Tag um 08:00 Uhr geht, dann ist es wahrscheinlich, dass du auch um diese Zeit wach wirst, wenn du den Wecker mal nicht stellst. Wenn du über Tage gar Wochen einen Mittagsschlaf machst, wirst du irgendwann ganz automatisch zur Mittagszeit müde, selbst, wenn du endlich mal keinen halten willst. Usw. Man sagt, dass Aktionen etwa 42x wiederholt werden müssen, um sie fest in den Alltag zu integrieren. Mal etwas weniger häufig, mal etwas mehr.
Somit ist es wichtig gleich zu starten, da das positive Denken, wie eine Medizin wirkt, die man dauerhaft einnehmen muss. Die Antibabypille wirkt nicht schützend ab der 1. Einnahme, sondern entfaltet ihre Wirkung nach und nach. Dieses Training ist also eine Antiselbststrafungspille.
Besonders leicht wird es dir fallen, wenn du gerade guter Stimmung bist. (Und da das Wochenende bevor steht, sollte es doch so einen Moment geben, nicht wahr?)

Wenn du also vorhast auszugehen, machst dich gerade dafür schick oder freust dich einfach deine Kumpels/Freundinnen heute Abend in netter Atmosphäre wieder zu sehen… was sagst du dir? 1. „Der Abend wird toll!“ – aber das denkst du nun wohl ohnehin schon. Wichtig ist aber, dass du dir zusätzlich (2.) Dinge in direktem Zusammenhang zu deiner Person herauspickst: „Ich sehe sehr gut aus/fühle mich sehr wohl in meiner Haut.“, „Ich bin richtig fröhlich und gut gelaunt!“, „Meine Augen strahlen.“, „Ich bin muskulös!“, oder, oder, oder… Wenn es dir gerade gut geht, wirst du viel positives an dir entdecken und jedes Detail davon darfst du betonen – was daran sollte dir auch peinlich sein? Zum einen empfindest du es gerade so und zum anderen schaut ohnehin niemand in deinen Kopf und liest deine Gedanken…

Je häufiger du dies übst, desto einfacher wird es dir fallen, auch am schlimmsten Tag der Welt in den Spiegel zu sehen und zu sagen: „Ich bin ein liebenswerter Mensch, der von anderen geschätzt und geachtet wird.“ – Wie im Fitnessstudio, wo du anfangs mit Ach und Krach 10kg stemmst, aber nach einer Weile des Trainings, schaffst du locker 20 und irgendwann die 30kg.


Beispiele.

Im Grunde hast du einen großen Topf vor dir, in dem sehr viele negative Gedanken schwimmen, die du betrachten musst. Du bist beispielsweise sehr schüchtern (was du dir natürlich immer wieder sagst), empfindest dich als zu groß oder zu klein, zu dick oder zu dünn (was du dir ebenfalls immer wieder sagst) und ohnehin bist du viel zu ernst und lachst zu selten (was du dir natürlich immer wieder sagst)…


Jeden dieser Gedanken, der dir kommst, packst du dir und wendest ihn um 180°:


„Ich bin viel zu schüchtern.“ wird zu „Ich bin sehr kommunikativ und lerne gerne neue Menschen kennen. Es fällt mir leicht auf fremde Personen zu zugehen.“
„Ich bin zu dick/dünn.“
wird zu „Ich fühle mich wohl in meiner Haut und trete sehr selbstbewusst auf.“
„Ich kann einfach nicht lachen.“
wird zu „Ich lache gerne und viel und genieße das Leben.“


Wenn dir 10 Dinge einfallen, die du ändern möchtest (Schüchternheit ist dabei meist ein sehr großes Thema) pickst du dir erst Mal die wichtigsten heraus und bildest dir ein paar Sätze, die sich mit der Thematik beschäftigen. Hast du kleinere Problemzonen im Unterbewusstsein, fasse diese ruhig zu einem Mantra zusammen. Wichtig ist, dass du dir keine 30 minütigen Vorträge vor dem Badezimmerspiegel hälst, sondern kleine Begleitsätze für den ganzen Tag parat hast.


„Ich bin selbstbewusst/fröhlich/ehrlich/offen/…“
„Ich genieße den Tag/die Veranstaltung/Feier/…“
„Ich sehe sehr gut aus – meine Augen/Beine/Muskeln/Haare/… sind fabelhaft.“
„Ich bin fit und aktiv/gesund und munter/frei und fröhlich/liebenswert und einzigartig/…“



Und jetzt kommt der Testlauf:

Heute ist einer dieser Tage, an dem man besser hätte im Bett bleiben sollen… Irgendwie sind alle so unfreundlich und egal, was du anziehst, alles sieht blöd aus, du fühlst dich vollkommen verunsichert, unwohl und warum sollte man sich mit dir abgeben? Du bist schlecht… und STOP. Lächel dich im Spiegel an (wissenschaftlich ist sogar bewiesen, dass das Gehirn davon so verwirrt ist, wenn man lächelt, ob wohl die Stimmung gar nicht dazu passt, dass es – um das Ungleichgewicht zu bekämpfen – dich TATSÄCHLICH in eine bessere Stimmung versetzt!) und leg los: Du siehst müde aus? „Meine Augen strahlen und mein Lächeln ist sehr schön!“ Nichts steht dir heute? „Ich fühle mich wohl in meinem Körper und meine Lieblingshose zeigt das!“ (Gerade bei der Kleiderwahl sollte man sich Realismus einprügeln: Die Lieblingshose/das Lieblingsshirt, sehen an guten Tagen immer grandios aus – dein Körper ist der Selbe, dein DENKEN lässt dich nur glauben, dass heute etwas nicht stimmt! Lass dir das also nicht einreden!) Alle sind unfreundlich? „Ich stehe darüber, denn ICH bin ein freundlicher und fröhlicher Mensch. Meine gute Laune steckt alle an.“ Usw. Mach dir bewusst, an welchen Stellen du falsch denkst und korrigiere jede Schieflage wie eine emsige Lehrerin mit ihrem frischen Rotstift.


Denn nur Übung macht bekanntlich den Meister.


Eure Feli

11.1.14 06:09


aFeline.

Ohje, nochmals eingeschobene Neuigkeiten.


Links im Menü findet ihr die Überschrift „Thematisch“ – dort werden alle geschriebenen Blogeinträge in verschiedene Kategorien eingeteilt, sodass man, wenn man etwas Bestimmtes sucht, darüber möglichst den passenden Beitrag (schneller) ausfindig machen können sollte.

Nach und nach wird sich dort einiges füllen und so – ähnlich wie bei „festen“ Unterseiten – einige Antworten besser finden lassen.


Wer eine bestimmte Antwort nicht findet oder sich mit einer bereits gegebenen nicht zufrieden geben kann, möge doch bitte zur Tastatur greifen und es mich wissen lassen, wo der Schuh genau drückt.


Eure Feli

10.1.14 22:27


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