Juneau
Veränderungen bemerken.

Ich sage euch erst mal wie jede Veränderung für immer UNbemerkt bleibt:

„Hey, hallo, huhu! *wink* Guck mal! Ich mecker jetzt nicht mehr so viel und hey, geputzt habe ich auch und das da, was dich immer so gestört hat, hab ich auch unterlassen! Ich rauch jetzt auch nicht mehr und bin nicht mehr auf jeder einzelnen Party. Toll, oder? Findest du das nicht auch waaahnsinnig super?“ – Nein.

Findet der Ex nicht. Es ist nur folgendes: Suspekt, fragwürdig, unglaubwürdig, uninteressant und ohnehin völlig nervig.

Nun steht der Ex aber nicht pausenlos vor dem Fenster und sieht wie du kochst und putzt und dass deine Wohnung frisch gestrichen, die Haare neu gefärbt und deine Handhabung mit Streit sehr ruhig geworden ist (und falls doch dann ruf lieber die Polizei als hier weiter zu lesen )… Wie kann er es also mitbekommen, OBWOHL du nichts dazu sagen sollst…?


Ausstrahlung.

…ist das Zauberwort. Und deine Ernüchterung, weil du es dem Ex doch lieber auf die Nase binden würdest, richtig? Aber nichts anderes tust du damit – wenn es eine ernsthafte Veränderung und Entwicklung ist, dann wittert man es regelrecht, denn du lebst es und zeigst es in jeder Regung.

D.h. wenn du ihm begegnest, hast du im Hinterkopf, dass beispielsweise deine Wohnung so sehr blitzt, dass man darin operieren könnte, unter deinem Shirt ein frisches Tattoo lauert oder sich sonstiges getan hat, was nicht direkt mit deinen Handlungen in Verbindung steht. Es sind Dinge, die dich innerlich bestärken, es sind kleine „Geheimnisse“, die du ausstrahlst und dass er diese Dinge sieht, darf er sich artig verdienen. In deine hübsche Wohnung lässt du immerhin nur hohen Besuch der deine Zeit auch wert ist.

Ganz nebenbei…

… kann man derartiges aber auch gerne ins Gespräch einflechten, aber nie als Hauptthema. Man erwähnt es ganz nebenbei, als sei es ganz unwichtig. Wenn der Gesprächspartner Interesse zeigt und nachfragt, somit selbst den Fokus des Gesprächs auf diesen Part lenkt, kann es gerne Hauptthema werden, aber unpassend sollte man sich damit nicht in den Vordergrund drängen – auch wenn es noch so verlockend ist. Nun steht ihr ohnehin nicht permanent mit dem Ex in Kontakt: Gemeinsame Freunde, soziale Netzwerke & Co. sind aber ebenso zu handhaben: „Du, ich meld‘ mich später – ich muss erst mal den Kleister aus den Haaren bekommen..“ – Deutlich. Oder in Richtung: „Ja, das kann ich verstehen, mir erging es kürzlich ähnlich!“ – „Echt? Was war es denn bei dir?“ – Undeutlich.

Man kann (sollte) dies an Freunden üben. Das klingt im ersten Moment fieß, aber es ist schlicht eine Kommunikationsart und sicherlich kein Ausnutzen. Wenn man normalerweise natürlich die beste Freundin/den besten Freund regelrecht überfällt: „ICH BIN JETZT BLOND!“, kann man es sich also mal zu einer spielerischen Übung machen derartiges einfließen und nicht überfluten zu lassen.

Offensichtliches.

Tja, wenn plötzlich eine Glatze da ist, die Klamotten neu, o.ä. sollte man davon ausgehen, dass es eindeutig auffällt. Punkt. Wird man nicht darauf angesprochen? Dann ist das eben so. Komplimente erzwingen (Hallo Ladys, das geht besonders an euch!) ist NIE gern gesehen! „Findest du eigentlich, dass mir das steht?“ – nein. Das sind Dinge, die man mit der Besten/dem Besten klärt oder in seltenen Fällen mal in einer Beziehung erfragt, sollte aber NIE eine grundsätzliche Haltung sein, da es nur eins aussagt: Mein Selbstvertrauen ist zu gering, ich bin verunsichert und auf deine Meinung angewiesen. – Und das soll dann noch gutes Feedback sein…? Beim Shoppingtrip mit der Freundin, kurz vor’m Ausgehen vor den Eltern, … alles okay, aber nicht beim Daten, kennen lernen, umwerben, … diese Handhabung ist wahrlich sehr mit Vorsicht zu genießen. Wenn ihr wirklich auf Feedback angewiesen seid – was besonders in der aktuellen Situation sehr gut möglich ist -, dann wählt  die Leute sehr sorgfältig aus und fragt weder jeden noch bei jeder Kleinigkeit. Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind: Würdet ihr euch wirklich damit wohl fühlen, dann hättet ihr das Feedback doch ohnehin nicht so dringend nötig, oder?


Wortwahl.

Da das meiste wirklich über die Ausstrahlung und das direkte Erleben vermittelt wird, sei nur noch ein kurzes Wort zur Wortwahl gesagt. Auch wer sehr positiv auftreten will (gerade vor gemeinsamen Freunden, denn die Stille Post funktioniert ja immer super&hellip kann kaum leugnen, dass der Job oder die Eltern mal stressen, man krank wird oder das Auto gerade streikt. Also achtet man auf seine Formulierung:

„Mein Boss ist echt zum Kotzen!“ – mag wahr sein, aber das zeigt, wie sehr ihr euch aus der Ruhe bringen lasst, wie unzufrieden ihr seid und tendentiell eher schlecht damit umgehen könnt. Keine Wortwahl, die man jedem gegenüber nutzen sollte, aber der Ärger ist da.
Wie wäre es eher mit einem negativen Ansatz, der in etwas positives mündet? „Auf der Arbeit ist gerade jede Menge los, aber das Wochenende naht ja schon.“ – also alles halb so wild. Oder etwas selbstbewusster: „Mein Chef trägt mir derzeit sehr viel Verantwortung auf – das ist schon Mal etwas stressig, aber bei Feierabend bin ich richtig stolz auf mich.“

Wir nehmen also das negative Ereignis und mildern es etwas ab ohne gänzlich zu verbergen, dass es einen negativen Beigeschmack besitzt und eröffnet dann noch den Blick auf die positive Seite, die zeitgleich da ist oder sich anbahnt, weswegen wir entspannt damit umgehen können. Übrigens hat das ganze auch einen hübschen Nebeneffekt: Wer den Beitrag zum positiven denken gelesen hat, dürfte bemerken, dass beispielsweise der Nachsatz „richtig stolz auf mich“ ein Part dessen ist und somit wieder unser Unterbewusstsein positiver stimmt. Ein ständiges Wechselspiel.

Soziale Netzwerke.

Heut zu Tage sind wir nahezu immer und überall präsent. Lösch also die traurigen Fotos und ganzen Trauerkommentare – auch hier gilt: Positives auftreten, denn der Feind liest mit… auch über 3 Ecken.

"Und diese erschreckende Veränderung seines Wesens war nur darauf zurückzuführen, dass er den Glauben an sich selbst verloren hatte und dazu übergegangen war, anderen zu glauben."

Eure Feli

15.1.14 08:13
 
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